Im Olymp der Kunst. Das Nationaltheater in München.

Wer in die Oper geht, kann sich vier Stunden im Halbdunkel herumquälen oder erleben, wie sich Schwerkraft und Kausalität aufheben. In der Oper werden Botschaften durch Musik, Spiel und Bühnenbild chiffriert, verhüllt, verrätselt überbracht. Oper ist ein entrückter Ort, ist Raum für „das Wunderbare“ - denken die einen. Oper ist überflüssig, Relikt einer vergangenen Zeit, nur durch staatliche Subventionen am Leben zu erhalten, Schmuck der Reichen - sagen die anderen. Dennoch gibt es die Kunstform Oper seit über 400 Jahren, und eines der ältesten Opernhäuser steht in München. 1823 abgebrannt, 1943 zerbombt und jeweils wiederaufgebaut, feiert die Bayerische Staatsoper am 21. November 2013 das 50. Jubiläum ihrer Wiedereröffnung – damals wie heute mit der Strauss-Oper „Die Frau ohne Schatten“. Aus diesem Anlass begibt sich die Regisseurin Astrid Bscher im Auftrag des Bayerischen Fernsehens in den „Olymp der Kunst“. Sie spricht mit dem Intendanten Nikolaus Bachler, den Ikonen des Hauses wie Brigitte Fassbaender oder Jürgen Rose, aber auch mit Opernstars der Jetztzeit wie Adriana Pieczonka, Jonas Kaufmann oder Wolfgang Koch. Der Film begleitet das Entstehen der Neuinszenierung „Frau ohne Schatten“, Und er beleuchtet die Entstehungsgeschichte dieses Werks von Richard Strauss, dokumentiert im Briefwechsel des Komponisten (dargestellt von Rainer Bock) und seines Textdichters Hugo von Hofmannsthal (Alexander Beyer).

Ausstrahlungstermine im TV:
Erstausstrahlung am 21.11.2013 um 23.15 Uhr im BR
Wiederholung am 27.12.2013 um 12.40 Uhr im BR