On the road to Walhall

Göttervater, Götterburg, Wotan, Walhall – wer diese Worte hört, denkt an den Ring des Nibelungen, an Richard Wagner, an Bayreuth. Und es ist immer wieder etwas Besonderes, wenn sich ein Sänger an die Rolle des „Wotan“ heranwagt, sich auf die Suche nach einer eigenen Interpretation der hundertfünfzig Jahre alten Musik macht. In diesem Sommer wird der Österreicher Günther Groissböck als Göttervater debütieren und wir haben ihn ein Jahr lang auf dem Weg dorthin mit der Kamera begleitet, waren mit ihm „on the road to Walhall“.

Über seine Arbeit an der Figur Wotan wird der Mensch Günther Groissböck sichtbar, sein Leben, seine Lieben, sein Alltag als Basso cantante – als singender Bass. Der einstündige Film wendet sich jedoch nicht nur an Opernliebhaber, denn er erzählt von einem Prozess, der überall Gültigkeit hat: Ein Sänger, ein Sportler, ein Unternehmer – sie leben mit einer Vision, haben eine Idee im Kopf, die Wirklichkeit werden soll. Diese Idee ist aber nicht einfach da, sondern sie formt sich mit dem Leben. Von außen betrachtet könnte man sagen, solche Menschen ordnen alles einer Sache unter. Oder man könnte auch sagen, sie lassen sich vom Leben führen und integrieren alle Teile ihres Lebens in „ihre Sache“.